Auswirkungen der COVID-19 Pandemie in Nepal

Die Bona-Fortuna Schule, sowie deren Kinder mit Familien brauchen dringend deine Unterstützung. Gemeinsam haben wir ein Herz für Nepal - Gemeinsam retten wir Kinderleben.

Nepal, als Entwicklungsland und eines der ärmsten Länder der Welt, spürt die Auswirkungen vom Virus COVID-19 stark. Unicef rechnet damit, dass aufgrund der aktuellen Umstände in den nächsten sechs Monaten bis zu 4.000 Kinder in Nepal sterben werden. Wie ist das möglich?

Lockdown

Wie in Deutschland auch galt in Nepal seit Mitte März 2020 ein strikter Lockdown. Menschen durften nur noch für lebensnotwendige Bedürfnisse ihre Häuser verlassen. Nach drei Monaten im Lockdown gelten ab sofort (12. Juni) leichte Lockerungen. Diese Lockerungen wurden beschlossen, da davon ausgegangen wird, dass der Hungertod von hunderttausenden Tagelöhnern eine gravierendere Gefahr darstellt, als sich mit Corona zu infizieren.

Tagelöhner

Über 90% der Bevölkerung in Nepal sind selbständige Tagelöhner. In Zeiten von Covid-19 bedeutet dies ein kompletter Verdienstausfall seit Mitte März. Zusätzlich gibt es in einem der ärmsten Länder der Welt keine "luxus" wie Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rücklagen oder Regelungen zur Kurzarbeit.

Touristen

Touristen zählen zu der Haupteinnahmequelle im Land. Die Pandemie und die dadurch entstandene strikte Reisebeschränkung sorgt dafür, dass diese Einnahmen komplett entfallen. Dies trifft besonders die arme Bevölkerung in den Bergregionen hart. Zusätzlich wurden Lebensmittel-Transporte in diese Regionen auf ein Minimum reduziert. D.h.: Wenn die eigenen Vorräte zu neige gehen, droht der Hungertod.

Kinder & viele herzliche Menschen Vorort sterben

  • Das Essen ist aufgebraucht und neue Einnahmen sind nicht in Sicht. Der Bevölkerung in Nepal fehlt das Geld um neue Lebensmittel zu kaufen. Selbst die Regierung sieht darüber hinweg. 
  • Der Direktor der Bona-Fortuna Schule hat mir beim letzten Skype-Gespräch erzählt, dass es in seiner Nachbarschaft bereits zwei Fälle von Kindesmord gibt. Es waren alle Vorräte aufgebraucht und die Eltern wussten aus Verzweiflung nicht mehr, wie sie ihre Kinder ernähren könnten.
  • Die Regierung verhindert aktuell die Einreise von Erntehelfern für die bald startende Reis-Saison. D.h.: die Chancen, dass die Vorräte bald wieder gefüllt sind, sehen sehr schlecht aus.
  • Zusätzlich ist das ohnehin kaputte Gesundheitssystem Nepals alles andere als Vorbereitet auf eine Pandemie-Situation. Corona-Tests sind Mangelware, von einer Isolation der betroffenen Patienten ganz zu schweigen. 

Quarantäne in Nepal

Unsere regelmäßige Unterstützung

  • Den Unterricht in der Schule haben wir auf digitalen Unterricht umgestellt. Leider können wir damit nicht alle Kinder erreichen, da sich manche keine Internetverbindung leisten können und diese ohnehin oft zusammenbricht. Der Umgang mit vorhandenen Wissenslücken wird gerade diskutiert. 
  • Einzelne Familien, die ärmsten der Armen, von der Schul-Familie unterstützen wir monatlich mit finanziellen Mitteln um überlebensnotwendige Ausgaben zu decken.
  • Monatliche Schulgebühren müssen in der Bona Fortuna Schule zur Zeit nicht beglichen werden. Diese Entscheidung haben wir gegen den Willen der Regierung getroffen, damit die Menschen vor Ort dieses Geld für lebensnotwendige Dinge verwenden können.
  • Regelmäßig gehen wir auf die Straße um Essen an Obdachlose und bedürftige Kinder zu verteilen.
  • Zusätzlich haben wir zu Beginn der Pandemie mehrere Aufklärungskampagnen über dringend einzuhaltende Schutzmaßnahmen organisiert.

Regelmäßige Spenden von Essen an Bedürftige

Aufklärungskampagne über dringend einzuhaltende Schutzmaßnahmen

Video über die aktuelle Situation